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Die Berner Baubranche traf sich am 26. Februar 2026 an der Berner Fachhochschule in Burgdorf zur Tagung «Zirkuläre Bauwirtschaft | Schwerpunkt Infrastruktur». Im Zentrum stand die Frage, wie Materialien im Baukreislauf gehalten und Bauwerke so geplant werden können, dass sie langfristig wiederverwendbar bleiben.

Referate aus Forschung, Verwaltung und Praxis beleuchteten den aktuellen Stand der Kreislaufwirtschaft in der Schweiz. Die Bauwirtschaft übernimmt dabei eine Schlüsselrolle. Materialflüsse, graue Emissionen und Ressourceneffizienz rücken immer stärker in den Fokus – sowohl im Hochbau als auch im Infrastrukturbau.

Für das Bauhauptgewerbe besonders relevant waren die Beiträge zur praktischen Umsetzung auf Baustellen und in Bauprojekten. Vertreter aus Bauunternehmen und Industrie zeigten auf, wie Stoffkreisläufe optimiert und Materialien effizienter eingesetzt werden können. Voraussetzung dafür sind klare Anforderungen der Bauherrschaften sowie eine enge Zusammenarbeit zwischen Planung, Industrie und Ausführung.

Auch neue Materialien und Pilotprojekte waren ein wichtiger Bestandteil der Tagung. So wurde beispielsweise ein Projekt mit sogenanntem Bioasphalt vorgestellt, bei dem biobasierte Bindemittel den CO₂-Ausstoss im Strassenbau deutlich reduzieren können. Solche Ansätze zeigen, welches Potenzial innovative Baustoffe für die zukünftige Bauwirtschaft haben.

Neben technischen Lösungen war auch die Rolle der öffentlichen Beschaffung ein Thema. Klare Vorgaben können wichtige Impulse setzen, um zirkuläre Ansätze im Bau breiter zu etablieren. Die Bauwirtschaft ist auf jeden Fall bereit, neue Wege zu gehen. Mit Pilotprojekten, innovativen Materialien und enger Zusammenarbeit entwickelt sich das zirkuläre Bauen zunehmend von der Vision zur gelebten Praxis.

Wir engagieren uns weiterhin aktiv für eine ressourcenschonende und zukunftsfähige Bauwirtschaft. Auch im «Netzwerk Bern Baut Zirkulär», welches im Rahmen der Veranstaltung lanciert wurde, sind wir mit dabei. Gemeinsam mit Akteur:innen aus Bau- und Immobilienwirtschaft, Verwaltung und Bildung wollen wir die Kreislaufwirtschaft im Kanton Bern weiter voranbringen.

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